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 Keramikgruppe  Lilo Danner

Werke von

Christine Hoffmann

Ausstellung

einer Keramikgruppe

Sonntag, 17. 2. 08, 15-18 Uhr

und

Sonntag, 24. 2. 08, 15-18 Uhr

 

"Kunst und Kultur" ist das Motto der Fahrten von sieben begeisterten Töpferinnen. Seit 2002 fahren sie jedes Jahr Ende Mai, mit ihrer Kursleiterin Lilo Danner aus Rieschweiler,  in verschiedene Regionen in Frankreich und Italien um zu töpfern. Inmitten alter Kulturlandschaften wird ein Haus bezogen und dann geht es auf Entdeckungsreise in die Umgebung. Inspiriert von der Atmosphäre des Landes werden die Eindrücke an Ort und Stelle umgesetzt in "Skulpturen aus Ton". Eine Auswahl dieser Werke wollen die  Frauen nun im Kulturzentrum Alte Kirche in Vinningen zeigen.
Es stellen aus:

        Hildegard Fremgen aus Petersberg
        Helga Geißinger aus Hauenstein
        Irmtraud Heinz aus Zweibrücken
        Christine Hoffmann aus Zweibrücken
        Inge Hussung aus Petersberg
        Ilona Peifer aus Petersberg
        Leni Würz aus Petersberg

 

Die Keramikgruppe von Lilo Danner (rechts), die derzeit in der Alten Kirche von Vinningen ihre überaus beachtenswerten Tonskulpturen präsentiert, von links nach rechts Irmtraud Heinz, Christine Hoffmann, Helga Geißinger, Leni Würz, Ilona Peifer, Hildegard Fremgen und Inge Hussung, alle ausgestattet mit gelben Rosen, die man aus Händen des Kulturbeauftragten erhalten hatte

Erfreulich breite Aufmerkkeit für sehenswerte Tonskulpturen

Mit einer überaus gut besuchten und musikalisch bestens umrahmten Eröffnung startete das Vinninger Kulturzentrum „Alte Kirche“ ins Ausstellungsjahr 2008. Die Tonskulpturen der siebenköpfigen Keramikgruppe von Lilo Danner waren von zahlreichen Besuchern umringt, als der Pianist Daniel Engels aus Trulben mit einem ersten Klavierstück auf sich aufmerksam machte.

Rund 40 Kunstwerke präsentiert die seit bis zu zehn Jahren agierende Gruppe im Schiff des ehemaligen Gotteshauses, und zwar alles Stücke, die im Rahmen der jährlich stattfindenden einwöchigen Auslands-Workshops in der Provence, in Italien oder der Bretagne geschaffen wurden. Dabei widmet man sich jeweils sowohl der Kultur der Region, um diese dann in Kunst aus Ton umzusetzen. Motor der Gruppe ist die Kursleiterin Lilo Danner aus Rieschweiler, die derzeit in der Kreisgalerie Dahn ausstellt.

Die Skulpturen greifen Themen verschiedenster Art auf, vom menschlichen Körper und Gefühlen, die Zweisamkeit miteinschließend, über Tiere und Objekte bis hin zu bloßen Formen und Fantasiegebilden. Der Großteil des Ausstellungsgutes beschränkt sich auf das Material Ton in den verschiedensten Farbgebungen, matt oder poliert, bei einigen wenigen Exponaten ist Holz oder Metall beteiligt. Eine große Tischfläche im Chorraum widmet sich dem Thema „Meer“, und zwar durch Muscheln und Schnecken, Schiffe, Boote und sogar einer Meerjungfrau.

Zur Belebung des Hintergrundes fertigten die beteiligten Keramikerinnen großformatige Bilder an, ein willkommener Farbkontrast, der gleichzeitig eine Demonstration dafür ist, dass vorhandene Kreativität offensichtlich problemlos auch auf andere Gattungen künstlerischen Tuns auszuweiten ist. Alle Bilder, auch entstanden in Anlehnung an das Erleben fremder Regionen, zeigen mehr oder minder abstrahiert Typisches aus diesen Stippvisiten und stellen damit ein willkommenes zweidimensionales Pendant zur ausgestellten Dreidimensionalität dar.

Der Kulturbeauftragte der Ortsgemeinde Vinningen würdigte die Ausstellung auf der Grundlage eines Zitats von Erich Fromm, das da lautet: „Nichts fördert das Kreative mehr als die Liebe, vorausgesetzt, sie ist echt.“ Nach einer allgemeinen Darstellung des Schaffensprozesses vom formlosen Tonklumpen über die verschiedenen Stationen des Werdens mit ihren eventuell auftauchenden Fertigungsproblemen bis hin zum Trocknen, Einfärben und Brennen, kam er zur Feststellung, dass jede Skulptur sozusagen „ein Kind der Liebe“ sei, eng verbunden mit dem, aus dessen Händen sie hervorging.

Zwei der Skulpturen widmen sich darüber hinaus der Liebe selbst, und zwar der zwischen den Geschlechtern. „Verliebtes Paar“ und „Paar“ nahm er zum Anlass, mittels Rezitation entsprechender Liebesgedichte von Heine, Storm, Rilke und Holthusen, auf den Zusammenhang mit anderen Bereichen der Kunst hinzuweisen, so der Poesie. In der Schlussfolgerung könne man von den wohlgelungen Tonskulpturen wohl als „geformter Poesie“ sprechen. Für den Betrachter eröffne sich damit die Möglichkeit, in der Interpretation der Figuren zu ganz anderen Gattungen der Kunst vorzustoßen.

Lilo Danner sprach bei ihren erläuternden Worten vor allem von den inspirierenden Erlebnissen bei den gemeinsamen Wochen in der Ferne. Sie verbalisierte aber auch ihre Genugtung über das bislang erreichte Können ihrer Gruppe. Des weiteren verwies sie auf das entsprechende Reisevorhaben des angelaufenen Jahres und auf ihre Hoffnung, dass solche Projekte auch weiterhin verfolgt würden. Die Teilnehmerinnen revanchierten sich mit Dankesworten und einem anerkennenden Präsent.

Im einzelnen stellen aus Hildegard Fremgen, Inge Hussung, Ilona Peifer und Leni Würz aus Petersberg, Irmtraud Heinz und Christine Hoffmann aus Zweibrücken sowie Helga Geißinger aus Hauenstein.

Werkbeispiele der Ausstellungsteilnehmer: