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 Klaus Goedel,  Ingrid Jakob, Valérie Wengert

Eine Farbkomposition von Klaus Goedel (links) und ein Motiv von Ingrid Jakob (oben)

Ausstellung

Malerei

von

Klaus Goedel und Ingrid Jakob

sowie Keramik von Valérie Wengert

Sonntag, 14. 9. 08, 15-18 Uhr (Tag des Offenen Denkmals)

und

Sonntag, 21. 9. 08, 15-18 Uhr

Klaus Goedel, geb. 1952 in Pirmasens, wohnt in Eppenbrunn. Er ist verheiratet, hat zwei Söhne und ist von Beruf Drucktechniker. Seit 2006 arbeitet er als Fachkraft im Arbeits- und Berufsförderungsbereich einer Werkstatt für Menschen mit psychischen Störungen

Anfangs machte er erste Versuche in Spachteltechnik mit Druckfarben auf Papier. Seit 2002 entstanden erste Bilder in Gips mit Acrylfarben, später großformatige Werke in Acryl auf Leinwand. Es folgten ab 2004 meist abstrakte Arbeiten in Öl auf Leinwand.

Er lässt sich bei seiner künstlerischen Tätigkeit von seiner jeweiligen Stimmungen inspirieren. Farbsicherheit und das Wissen um Mischtechnik erwarb er sich während seiner Arbeit in der Druckerei. Die Farbkompositionen der Werke, überwiegend in Rot und Blau, laden den Betrachter ein, seiner Phantasie und seinen Empfindungen freien Lauf zu lassen.

Das Talent von Ingrid Jakob wurde bereits vom Lehrer in Eppenbrunn erkannt. Förderungen waren damals jedoch nicht möglich. Der Beruf und die spätere Ehe haben danach auch keinen Spielraum mehr gelassen.

Erst nachdem die Kinder und Enkelkinder erwachsen waren und nach Beendigung Ihres Arbeitsleben konnte sie ihr Talent  zum Malen, und zwar von Aquarellen und Acryl-Bildern, ausleben.

Es wurden  mehrere Malkurse bei der Volkshochschule in Pirmasens ( Herr Ritzer ) sowie Malkurse von der Firma Schminke ( Herr Prof. Seitz ) besucht. Ergänzt wurde diese durch mehrere Kurse bei der Künstlerin Birgit Vonholdt in Burrweiler. Zuletzt wurde noch ein Kurs bei dem Maler und Pädagogen Manfred Lehrmann absolviert. Um die Praxis amObjekt zu vertiefen, erfolgten Malreisen in die Eifel und in die Provence.

Valérie Wengert aus dem französischen Lembach, hauptberuflich eine Mathematiklehrerin, befasst sich seit etwa zehn Jahren mit der Herstellung von Keramiken, vor allem durch Raku-Brand. Ihre Liebe zu Farben und Formen existiert allerdings schon seit der frühen Kindheit. Die von ihr geformten Werke aus verschiedenartigem Ton greifen die verschiedenen Bereiche der Natur auf, die Erde, die Vegetation, die Mineralien, das Feuer. Sie strahlen ihre Suche nach Schönheit, Licht und Wärme aus. Auf mehreren Gemeinschaftsausstellungen hat die Künstlerin bereits präsentiert, unter anderm auch beim letzten „Atelier im Advent“ in Petersbächel .

Ingrid Jakob, Klaus Goedel und Valérie Wengert (von links nach rechts), hier vor Werken des Eppenbrunner Malers, werden noch einmal am Sonntag, 21. 9. 2008, von 15 – 18 Uhr, im Kulturzentrum „Alte Kirche“ ihre Werkauswahl präsentieren .

Anna und Christiane Becker (Violine, Violoncelle) sowie Yvonne Ehrgott (Querflöte) bei der musikalischen Umrahmung der Ausstellungseröffnung

Bilder und Skulpturen ernten hohes Besucherinteresse

Eine großartige Resonanz war sowohl die Eröffnung der Dreier-Ausstellung im Kulturzentrum „Alte Kirche“ beschieden. Nach der Sommerpause im Kulturbetrieb der gemeindlichen Veranstaltungsstätte präsentierten die beiden Maler Klaus Goedel und Ingrid Jakob gut achtzig Bilder. Das Angebot an den Wänden wurde ergänzt durch die Keramiken von Valérie Wengert, präsentiert auf Steinpodesten und Tischen im Schiff der ehemaligen Kirche.

Auch die musikalische Umrahmung des Eröffnungsgeschehens war bemerkenswert. Zu klassischen Stücken des Duos Christiane und Anna Becker, Violoncello und Violine, kam noch eine moderne Melodie per Querflöte, intoniert von Yvonne Ehrgott. Die rund 30 großformatigen abstrakten Öl-Malereien des Eppenbrunner Künstlers konstrastierten mit den etwa 50 Aquarellen und Acrylbildern der Pirmasenser Malerin und dazwischen vermittelten die zahlreichen sehenswerten Skulpturen der Keramikerin aus Lembach/Frankreich, zum guten Teil hergestellt durch Raku-Brand.

Lothar Feldner, der Kulturbeauftragte der veranstaltenden Ortsgemeinde, brachte nicht nur seine Freude über die hohe Frequentierung zum Ausdruck, sondern auch über das gemeinsame Anliegen der drei Künstler. Auf der Grundlage eines Zitats von Heinrich von Kleist, vor gut 200 Jahren gesprochen, verwies er auf die nach wie vor bestehende Notwendigkeit, der Verstandeswelt einen Gegenpol zu setzen, und zwar durch die Fantasie beziehungsweise das Gefühl. Alle drei Kunstschaffenden sei dies ein offensichtliches Anliegen.

Der Blick eines jeden für das Schöne und die Umsetzung einer Stimmung sei gleichermaßen zu registrieren. Ganz gleich ob durch Landschaften, Blumen und Stillleben wie bei Ingrid Jakob oder durch weitgehend formlose Farbkompositionen wie bei Klaus Goedel und schließlich wohlgelungene Formen und Oberflächengestaltungen wie bei Valérie Wengert – alle drei Künstler räumten der Psyche den ersten Platz ein. Dem Kontrapunkt von Seele und Emotion zu Geist und Vernunft sei mit der Schaffensauswahl ein spürbares und erlebbares Gesicht verliehen worden.

Ein Zitat von Theodor Fontane, in dem auf das Bedürfnis des Künstlers nach Beachtung und Anerkennung seines Schaffens verwiesen wird, beschloss die Laudatio. Das hohe Interesse an der Ausstellungseröffnung sei zweifellos in diesem Sinne zu werten. Zudem animierte der Redner die Ausstellungsbesucher, ihre positiven Gefühle beim Betrachten der zahlreichen gelungenen Werke den Urhebern gegenüber nicht zurückzuhalten, um auf diese Weise zu bestärken und zu weiterem kreativem Tun anzuregen.

Auch die nachfolgenden Ausstellungsstunden waren durch zahlreichen Besuch und animierende Gespräche gekennzeichnet. Bei einer weiteren Ausstellungsöffnung am kommenden Sonntag, 21. September, ebenfalls von 15 – 18 Uhr, können sich alle, die bislang noch keine Gelegenheit hatten, von der Qualität des Präsentierten ebenfalls überzeugen.