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Gefallene und Vermisste -- Ausstellung von Fotos, Biographien, Dokumenten

Hermann Kämmerer

Jakob Schweitzer

Albert Kölsch

„Sie kehrten nicht wieder“ –

Ausstellung zum Volkstrauertag

Fotos, Biographien und Dokumente

der Vinninger Gefallenen und Vermissten

So, 16. 11. 08, 15-18 Uhr

und

Sonntag, 23. 11. 08, 14-17 Uhr

Auf unsrem Ehrenmal unterhalb des katholischen Gotteshauses stehen die Namen von 109 Gefallenen und Vermissten des 2. Weltkrieges. In Sandstein eingemeißelt, rufen sie zur Trauer auf und mahnen sie zum „Nie wieder!“. Auch wenn seit dem Tod dieser Mitbürger, es dürften immerhin etwa zehn Prozent der Bevölkerung gewesen sein, über sechs Jahrzehnte vergangen sind, sollten Ruf und Mahnung nicht vergessen werden.

Dazu soll auch die präsentierte Foto-Dokumentation beitragen. Durch Bilder und Lebensdaten wird beeindruckend deutlich, dass es keinesfalls nur um Namen und Zahlen, sondern um Menschen aus Fleisch und Blut geht. Unsre Gefallenen und Vermissten waren Menschen wie du und ich, Menschen, die noch den Großteil ihres Lebens vor sich hatten, Menschen die liebten und geliebt wurden.  

Nur, wenn das bewusst wird, kann man sich als Betrachter das Leid vorstellen, das der Tod in der Fremde erzeugte, bei dem, der ihn erlitten hat, bei denen, die seinen Verlust ertragen mussten, in erster Linie seine Eltern, seine Geschwister, seine Ehefrau, seine Kinder. Die Gefallenen und Vermissten unsres Dorfes verdienen es, dass wir sie nicht vergessen. Sie fordern auf dafür zu sorgen, dass keine Generation mehr ein solches Schicksal erleiden muss.

Im Rahmen der gemeindlichen Feierstunde zum Volkstrauertag eröffnete Ortsbürgermeister Herbert Franz in der Alten Kirche auch die Ausstellung „Sie kehrten nicht wieder“ – Gefallene und Vermisste der Gemeinde.

„Sie kehrten nicht wieder“

 – Ausstellung mit reger Frequentierung

Erfreuliches Interesse an der Ausstellung über die Gefallenen und Vermissten des 2. Weltkriegs, angeboten unter der Überschrift „Sie kehrten nicht wieder“, konnte das Kulturzentrum Alte Kirche verzeichnen. Bereits die Eröffnung im Rahmen der Feierstunde zum Volkstrauertag wurde von rund 70 Bürgern und Bürgerinnen wahrgenommen. Der Männergesangverein unter Horst Schäfer sowie Dimitri Schmidt, Querflöte, mit Larissa Schmidt, Klavier, zeichneten für die gesangliche beziehungsweise musikalische Umrahmung verantwortlich.

Präsentiert wurden, auch am gut frequentierten Nachmittag, durch den Kulturbeauftragten Lothar Feldner an insgesamt neun Stellwänden die Ergebnisse eines sechsjährigen Suchens und Nachforschens über die insgesamt 112 Gefallenen und Vermissten in der Gemeinde. Im einzelnen geht es um 101 Fotos samt Geburts- und Sterbedatum sowie 69 Lebensläufe, teils mit weiteren Fotos und sonstigen Dokumenten wie Briefauszüge, Ausweise und Urkunden versehen.

Hinzu kommen Fotos und Informationen über die Stellen in Vinningen, wo permanent der Gefallenen und Vermissten gedacht wird. Im einzelnen geht es um das Ehrenmal, die Ehrentafel in der Protestantischen Kirche Luthersbrunn und das Gedenkbuch in der Katholischen Kirche St. Sebastian. Parallel zur Ausstellung ist eine 130seitige DIN A4 -Broschüre in großer Schrift aufgelegt, die über das Ausstellungsgut hinaus noch weitere Informationen umfasst. Diese kann bestellt werden.

Die Ausstellung ist noch einmal am Sonntag, 23. 11. 08, 14 – 17 Uhr, das heißt nicht wie ursprünglich geplant von 15 – 18 Uhr, geöffnet. Bestellt werden können dabei auch die Ausstellungsbroschüren der Vorjahre, nämlich „Überlebt, doch nicht vergessen“ – Erinnerungen von Kriegsteilnehmern, und „In die Fremde gezwungen“ – Erinnerungen von Evakuierten.