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 Jazz-Duo Gass/Andelfinger

Konzert

mit dem

Jazz-Duo

Thomas Andelfinger/Michael Gass

Samstag, 21. 6. 08, 20 Uhr

Thomas Andelfinger und Michael Gass gehören seit Jahren zu den gefragtesten Sessionleuten, nicht nur im Jazz-Umfeld. Andelfinger hat Rock gespielt, mit dem exzellenten Fingerstyle-Spieler Gert Heckmann ein hörenswertes Duo unterhalten und gehört zu jenen Gitarristen, die sich um technische Beschränkungen nicht wirklich Gedanken machen müssen. Dabei spielt er stets melodisch überraschend, immer mit dem Quäntchen mehr an Inspiration und Idee, als dies bei den vielen skalen-verliebten Gitarristen sonst zu hören ist.

Michael Gass, der den meisten in der Region lediglich als Alt- und Sopran-Saxophonist ein Begriff ist, hat sich bei den Dahner Jazz-Tagen nicht nur als Dozent für Gitarre engagiert, sondern war auch beim abschließenden Jazz-Frühschoppen im Dahner E-Werk mit wesentlichen Beiträgen vertreten.

Gass und Andelfinger haben die Arrangements in den letzten zwei Jahren zumeist nichtöffentlichen Zusammenspiels entwickelt und so gestaltet, dass sie als Grundlage für ausgiebige Improvisation dienen können. „Sie sind so angelegt , dass unterschiedliche Sounds durch diverse Gitarren plus Sopransaxophon ineinander fließen”, sagt Gass. „Wichtig ist uns dabei ein kompaktes Gesamtbild, koloriert durch verschiedene Einflüsse sowohl von  traditioneller  als auch von moderner Seite.”

Micheal Gass (Saxofon, Gitarre) und Thomas Andelfinger (Gitarre) erwiesen sich in Vinningens Kulturzentrum „Alte Kirche“ als gleichermaßen versiert wie begeistert agierendes Jazz-Duo

Gelungene Jazz-Standards

zum Sommeranfang

Von der Möglichkeit, sich den Sommeranfang mit gutem Jazz garnieren zu lassen, angeboten im Kulturzentrum „Alte Kirche“ in Vinningen, machten leider nur wenige Interessierte Gebrauch. Doch das Duo Michael Gass und Thomas Andelfinger ließ sich durch die äußerst spärliche Zuhörerkulisse nicht beeindrucken und faszinierte über gut anderthalb Stunden hin mit musikalischen Höchstleistungen aus dem von ihnen gehegten und gepflegten Bereich der Musik.

Die beiden Jazzer aus Dahn präsentierten sich in bester Spiellaune, demonstrierten eine erstaunliche Beherrschung ihrer Instrumente und konnten registrieren, dass ihre Leistungen voll und ganz gewürdigt wurden. Der Beifall ließ zweifellos erkennen, dass das Publikum zwar klein war, aber mit Anerkennung nicht geizte.

Während Thomas Andelfinger je nach Stück zwischen der E-Gitarre und der akustischen Gitarre wechselte, spielte Michael Gass entweder das Sopransaxofon oder die E-Gitarre, wobei er zumeist innerhalb der jeweiligen Darbietung einen oder mehrere Wechsel vornahm. Jeweils einer der beiden Musiker übernahm die Führung, der andere begleitete. Vielen gelungenen Improvisationen war Tür und Tor geöffnet.

Aufgegriffen wurden viele real-book-standards und mit eigenen Arrangement präsentiert. Immer wieder tauchten bekannte Melodien auf, verjazzt und mit eigenen Passagen versehen. Zu hören waren unter anderm „Softly, as in a morning sunrise“, aber auch „Well, you needn`t“. Stevie Wonders „Isn`t she lovely“ war ebenso mit von der Partie wie Chick Coreas „Spain“, ein Angebot, bei dem insbesonders Thomas Andelfinger als Solist in den Vordergrund trat.

Ebenfalls zu hören war „Autumn leaves“, auch bekannt geworden als „Les feuilles mortes“, so gesungen von Sängern wie Yves Montand und zahlreichen anderen. Hier wie auch weiterhin erwiesen sich die beiden Musiker als souverän, sowohl bei der Darbietung des eigenen Parts als auch im Zusammenspiel, obwohl der letzte öffentliche Auftritt schon fast ein Jahr zurückliegt. Dessen ungeachtet trifft man sich jedoch immer wieder, um Neues anzusteuern und zu proben.

Die akustische Situation in der Alten Kirche, durch die wenigen Zuhörer kaum verändert, ließ die Darbietungen im Hinblick auf die Lautstärke zwar einige Male an Grenzen stoßen, doch schafften es die beiden Akteure immer wieder, durch den Wechsel auf Dezent für „Erholung“ zu sorgen. Keine Frage, dass auch noch eine Zugabe drin war, die einen ebenso gelungenen Schlusspunkt hinter einen Abend mit gleichermaßen interessanten wie beeindruckenden musikalischen Offerten setzte.