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Adventskonzert mit dem

GV Höheischweiler   

Adventskonzert

mit dem GV „Eintracht“ Höheischweiler

unter der Leitung von

Martin Loreth

So, 30. 11. 08, 19 Uhr

Die Vereinschronik des GV „Eintracht“ Höheischweiler sagt aus, dass der Männerchor vor Gründung des Gesangvereins, als Abteilung zum  Kriegerverein gehörte.1901 gründeten dann sangesbegeisterte Männer des Dorfes einen Verein, der sich ausschließlich dem Gesang widmete. Mit zirka 60 Sängern erlebte die Eintracht Mitte der 20iger Jahre ihre Blütezeit. Mit Genehmigung der Besatzungsmächte erfolgte  nach Kriegsende 1948 die Wiedergründung des Gesangvereins.  

Seit über einem Jahrzehnt wird die Sängergemeinschaft  mit Christine Agne erstmals von  weiblicher Hand geführt.  Die Gründung des Frauenchors, der als heimliche Formation für die Weihnachtsfeier geprobt hatte,  reicht in das Jahr 1975 und ging auf die Initiative von Chorleiter Friedel Gabriel zurück.

Ab diesem Zeitpunkt trat der Gesangverein Eintracht als Männer-, Frauen- und gemischter Chor auf. Dirigent Moster  wurde in den siebziger Jahren als Chorleiter der „Pfälzer Weinkehlchen“ in der ganzen Pfalz bekannt. 

Der spätere Kreischorleiter  Karl Habermehl und spätere Bundeschormeister Karl Sieber führten in Höheischweiler ebenfalls den Dirigentenstab.  Chorleiter Theo Kuntz aus Vinningen brachte ab 1980 erstmals eine langjährige Kontinuität in die chormusikalische Arbeit. 1998 trat  Chorleiter Martin Loreth  die Nachfolge  des erkrankten  und zwischenzeitlich verstorbenen Ehrenchorleiters  Kuntz an.  Die junge Führungsspitze im musikalischen wie organisatorischen Bereich gibt der großen Sängerfamilie eine hoffnungsvolle Perspektive für die Zukunft.

Mit einem gelungenen Auftritt im Kulturzentrum „Alte Kirche“, führte der GV Höheischweiler unter Martin Loreth, unterstützt von einigen Instrumentalspieler, auf beste Weise in den Advent ein.

Beeindruckende Einführung in die Adventszeit

Mit einer gelungenen Mischung aus Gesang und Instrumentalmusik ließen sich gut 60 Zuhörer in der „Alten Kirche“ auf den Advent einstimmen. Die Bühnenakteure im ehemaligen Gotteshaus, der GV Höheischweiler, das Akkordeon-Flöten-Ensemble „Mixed en bloc“ und Janine Agne am Keyboard hatten sich offensichtlich bestens auf ihre Aufgabe vorbereitet.

Chorleiter Martin Loreth, dem die Gesamtleitung oblag, begleitete am E-Piano, dirigierte und moderierte. Für den etwa 35köpfigen gemischten Chor, aber auch für den einmal auftretenden Männerchor hatte er ein themenentsprechendes rein adventliches Programm aus alten wie neuen Liedsätzen konzipiert. An der Interpretation des Ausgesuchten gab`s wirklich nichts auszusetzen. Alle Möglichkeiten des gekonnten Vortrags wurden genutzt und verfehlten nicht ihre Wirkung.

Als Konzertmotto diente der Titel des zweitletzten Liedes, „Wir warten auf das Licht“. Dieses Licht, sprich brennende Kerzen, brachten die Sänger und Sängerinnen schon beim Einzug in die anfangs stark verdunkelte Veranstaltungsstätte mit, um es dann auf den Stufen zum Chor- sprich Bühnenraum weiterleuchten zu lassen. Dazu sangen sie das Lied „Herr, dein Wort“. Nach dieser „Einstimmung“ folgte der Block „Warten auf die Verheißung“ und schließlich die Lied- und Musikfolge „Licht im Dunkel“.

Zu hören waren dabei unter anderm Mozarts „Ave verum“, aber auch moderne Liedsätze wie „Wir warten auf das Ereignis“ und „Geht in die Nacht“. Dazwischen streute „Mixed en bloc“, Ulrike Schneider, Johannes Brinschwitz und Adrian Dahl mit Sopran-, Alt- und Tenorflöten, sowie Ensemble-Leiter Gerwin Schmucker, Akkordeon, seine instrumentalen Beiträge ein. Das reichte von Johann Hermann Scheins „Sonate Nr. 6“ über Josquin de Prés „Ave Maria“ bis hin zu Jean Baptiste Loeillet des Gauts „Sonate a-moll“.

Den Vortrag des letzten Stücks unternahmen Schmucker mit Dahl im Duo. Keine Frage, dass es auch den Instrumentalisten gelang, von ihrem Können voll und ganz zu überzeugen und damit auch für das nicht alltägliche Zusammenspiel dieser Instrumente zu werben. Die jüngste Bühnenakteurin, die zwölfjährige Janine Agne aus Höheischweiler, ließ ebenfalls zwischen den Liedbeiträgen ihr Instrument, das Keyboard, auf gelungene Weise erklingen, beispielsweise beim Stück „Arise, Lord, into thy rest“ von William Byrd.

Auf Bitte des Chorleiters verzichteten die zweifellos tief beeindruckten Zuhörer auf Zwischenbeifall. Der Schlussbeifall für die einheitlich in Blau auftretenden Sänger und Sängerinnen samt den Instrumentalakteuren vor der Pause und am Ende der Veranstaltung fiel damit umso kräftiger aus. Martin Loreth nahm dies zum Anlass, mit allen Mitwirkenden, aber auch den Zuhörern, den Kanon „Zeit für Ruhe, Zeit für Stille“ intonieren zu lassen, und auch das klappte ohne Abstriche.