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Cesare Marcotto  

Ausstellungsprojekt

des Malers und Bildhauers

Cesare Marcotto

am Sonntag, 31. August 2003, 15 Uhr,

sowie an weiteren Terminen

 

Der Künstler zu seinem Vorhaben:

Ich habe es als Mensch und Künstler für notwendig befunden, einige Überlegungen über den Frieden, den wir leben und teilen (sollen), anzustellen. Dazu will ich die Sprache der Malerei und Bildhauerei, die mir eigen ist und in der ich ausgebildet bin, verwenden. Indem ich dieses Thema künstlerisch offen und ideologiefrei interpretiere, denke ich, dass die daraus entstehenden Kunstwerke ein Katalysator sein können für eine weitere Debatte, die beginnen kann und muss.

 ° Frieden also nicht nur als bloßen "Nicht-Krieg", sondern als positiven Kulturdialog, der sich der Möglichkeit bewusst ist, ein Klima zu schaffen und zu festigen, das friedliche Lösungen fördert. Nicht nur dort, wo der Krieg unsinnig fortgeführt wird, sondern vor allem dort, wo die Möglichkeit der Reflexion und des Austausches gegeben sind und wo die verschiedenen politischen, sozialen und religiösen Realitäten wirksam sind und vielleicht über die Kunst eine gemeinsame Sprache entwickelt werden kann.
 ° Frieden als verantwortliche Entscheidung für unser Leben und das der künftigen Generationen.
 ° Frieden als Akzeptieren der stetigen Gefährdung und damt Unsicherheit eines harmonischen, zivilen Zusammenlebens von Menschen unterschiedlicher
Anschauungen weit ab von den "schrecklichen Sicherheiten" der am Krieg Beteiligten.
 ° Frieden als Wiedererwachen des Vertrauens trotz der Schwierigkeiten, Konflikte und Missverständnisse zwischen Menschen mit mentalen, sozialen, ökonomischen und politischen Unterschieden.
 ° Frieden als Gleichgewicht, das sich zwischen den oben genannten verschiedenen Realitäten einpendelt, und zwar im Zusammenleben der Menschen, die sich verständigen sollen und müssen.
 ° Kunst schließlich als vitale Interpretation und Veranschaulichung des Friedens.

Der Künstler Cesare Marcotto ist  wie alle sensiblen Menschen von den unfriedlichen Ereignissen der letzten Zeit in Unruhe versetzt, die ihn antreibt, mit seinen Möglichkeiten kreativ verändernd zu reagieren., obwohl er das Gefühl der Entrüstung und der Ohnmacht in der Wahrnehmung der Ereignisse des 11. September 2001 , des Nahostkonflikts und des Irak-Krieges mit vielen Menschen teilt. In seiner Sprache, der Malerei, interpretiert er dieses Thema künstlerisch  ideologiefrei, so dass die daraus entstehenden Kunstwerke ein Katalysator sein können für eine weitergehende Debatte. Deshalb bezieht er unterschiedliche Kulturträger seiner Region mit ein, die durch ihre Aktivitäten die alten Denkmäler der religiösen Architektur bewahren und mit Leben erfüllen.

Die Träger des Projektes sind die Ortsgemeinde Vinningen bei Pirmasens mit ihrem Kulturzentrum „Alte Kirche“, der „Islamische Kulturverein“ in Grünstadt und der „Förderkreis  ehem. Synagoge" in Weisenheim/Berg. Gerade in diesem Jahr ist die Zusammenarbeit und das Zusammenwirken der unterschiedlichen Gruppen, die ehemalige oder/und aktuelle Religionseinrichtungen als für alle offene Begegnungsstätten erhalten und führen und sich für ein friedliches Zusammenleben einsetzen,  besonders wichtig.

Frieden wird also nicht nur als bloßer „Nicht-Krieg“, sondern als positiver Kulturdialog verstanden, der die unterschiedlichen politischen, sozialen und religiösen Realitäten über die Kunst zu gemeinsamen Überlegungen, zu einer für alle verständlichen „Sprache“ führen kann. Der Künstler sieht  Frieden als „Akzeptieren der stetigen Gefährdung und damit Unsicherheit eines zivilen Zusammenlebens von Menschen unterschiedlicher Anschauungen“, aber auch als „Wiedererwachen des Vertrauens trotz bestehender Konflikte“, als „Gleichgewicht, das sich zwischen den  verschiedenen Realitäten einpendelt“, wobei die Kunst „als vitale Interpretation und Veranschaulichung des Friedens“ gesehen wird.

Zur besseren Übersicht hier die wichtigsten Daten des Projektes:

31.08.2003, 15 Uhr: „Alte Kirche“ Vinningen, Vernissage mit dem Frauenchor

bis 18.09.                     „ex-semble“ unter der Leitung von Christoph Hassler und der 

                               Einführung durch Prof. Imiela, Mainz

06.09.2003, 17 Uhr: Ehem. Synagoge Weisenheim/Berg,Vernissage mit

bis 14.09.                 den Musikern des Axel Hagen-Ben Levi-Quartetts aus Den  

                                Haag  und einer Einführung durch Pavel Fieber,

                                ehemaliger Intendant in Kaiserslautern und Karlsruhe.          

11.09.2003, 19 Uhr: Vortrag über „Frieden stiften“ von Bekir Alboga, Islamwissen=

                               schaftler, Institut f. dt.-türk. Integrationsstudien und

                               interreligiöse Arbeit, Mannheim, in der Moschee  in Grünstadt                           

13.09.2003, 17 Uhr: „Türkisch-Islamischer Kulturverein“ Grünstadt: Vernissage mit 

bis 27.09.                Sufi-Musik der Gruppe Hos Neva und der Einführung durch

                               Bekir Alboga, Islamwissenschaftler aus Mannheim   

Die Vernissagen sind jeweils so geplant, dass der Künstler Cesare Marcotto sich durch die Vernissage-Musik zur Gestaltung eines Bildes inspirieren lässt, das er dann zeitgleich malt.

Am Ende des Projektes soll - falls sich dafür Sponsoren finden - eine Broschüre publiziert werden mit Texten u.a. von und über die Veranstalter, die Ausstellungen und den Vortrag, zusammen mit zwölf Bildreproduktionen des Künstlers.

Das Projekt wird durch die Schirmherrschaften des italienischen Generalkonsulats in Frankfurt/Main, der Landkreise Bad Dürkheim (Landrätin Sabine Röhl) und Südwestpfalz (Landrat Hans-Jörg Duppré), der Stadt Grünstadt und den Ausländerbeiräten des Kreises Bad Dürkheim  unterstützt.

Auftaktveranstaltung in Vinningen am Sonntag, 31. 8. 03, 15 Uhr

Eröffnung des Ausstellungsprojekts durch einen der Schirmherren, den Landrats des Landkreises Südwestpfalz, Hans-Jörg Duppré

Der Künstler, sein Werk und sein Projekt wird durch den Kunsthistoriker Prof. Dr. Imiela aus Mainz charakterisiert.

Der Künstler bei seiner Werkerschaffung, inspiriert durch den Gesang des Frauenchors “ex-semble” unter der Leitung von Christoph Hassler.

Der Chor singt sog. Vokalisen, Literatur des 20. Jahrhunderts, erstmals präsentiert beim Deutschen Chorfestival in Berlin, das im Juni dieses Jahres stattfand.

Aus dem “Frieden” wird “Chaos” durch Farben und Wasser.

Rheinpfalz 2. 9. 03

Pirmasenser Zeitung 5. 9. 03